Susann Rosemann

Autorin

Ulm im Spätmittelalter

 

Ulm war im Spätmittelalter ein Handelsknotenpunkt für die Waren, die in den Süden über die Alpen transportiert wurden. Vor allem war es bekannt für seinen Tuchhandel. Oft führten die Reisen über die Alpen bis nach Venedig, wo deutschen Kaufleuten ein eigenes Handelshaus errichtet worden war, direkt am Canal Grande.
Von hier aus stand ihnen die gesamte damalige Welt offen.

Und da man nicht immer Kisten voll Münzen auf beschwerlichen und gefährlichen Wegen transportieren wollte, gab es im Spätmittelalter ein Wandel in den Geschäftspraktiken. Es entstand das Bankenwesen, man lieh sich Geld oder löste Wechsel am Zielort wieder ein. Eine Entwicklung, die manch kleinerem Kaufmann als Wagnis erschien, musste man doch etlichen Leuten, die man nicht kannte, vertrauen.

Jolanthe gerät in dieses Spannungsverhältnis, will gegen den Widerstand der Familie das Neue wagen und hat doch als Frau nur begrenzte Möglichkeiten, es durchzusetzen. Deshalb vertraut sie dem mysteriösen Kaufmann Pascal, der sie bis nach Venedig begleitet. Sie hat nur die Wahl, entweder sie gibt auf oder sie geht das Wagnis ein.



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